Eine Reizblase wird auch als hyperaktive Blase bezeichnet, was besagt, dass es häufig dazu kommt, die Blase entleeren zu müssen, obwohl diese noch nicht gefüllt ist.

Die Blase hat ein Fassungsvermögen von 300 – 500 ml, kann aber eine Menge von 800 ml Harn halten. Bei einer Füllmenge von ca. 250 ml zieht sich bei einer gesunden Blase die Blasenwandmuskulatur zusammen und signalisiert dem Gehirn, einen Befehl zur Blasenentleerung zu geben. So entsteht der Drang auf die Toilette zu müssen.

Bei einer Reizblase kommt es zu einer Reizfehlübertragung von der Blasenwand zum Gehirn. Es wird also Harndrang signalisiert, obwohl die Blase noch  nicht ausreichend gefüllt ist. Somit kommt es zum häufigen Toilettengang mit wenig Urinabgang. Es kann bei einer Reizblase aber auch zu Schmerzen im Unterbauch kommen, zu häufigen nächtlichen Urindrang sowie zu unbeabsichtigten Urinabgang beim Husten, Lachen, Niesen.

Wer unter einer Reizblase leidet, hat meist auch psychischen Stress. Man sagt, die Blase weint die Tränen, die man sich nicht traut zu weinen. Somit wird der psychische Druck nach unten in die Blase geschoben.

Stellen Sie sich mal folgende Fragen:

  • Wodurch stehe ich unter Druck?
  • Welchen Ballast schleppe ich mit mir herum?
  • Bestehen sexuelle Konflikte? Besonders im Zusammenhang mit dem Älterwerden?

 

Louise Hay eine bekannte US-amerikanische Sachbuchautorin beschreibt die Reizblase so:

  • Ängstlichkeit
  • Festhalten an alten Vorstellungen
  • Angst, loszulassen
  • „stocksauer“

 

Über die Emotionen, welche zur Reizblase führen, können wir an die Ursache gelangen. Mit einer Hypnosetherapie können wir gemeinsam die Ursache auflösen.

Trinken,Trinken, Trinken

Aufgrund dessen, dass Sie ja sowieso schon ständig auf die Toilette müssen, ist es häufig so, dass die Trinkmenge immer weiter reduziert wird, um nicht so oft müssen zu müssen. Aber Sie tun sich damit überhaupt kein Gefallen. Wie der Jo-Jo-Effekt bei Diäten und der Muskelabbau bei zu wenig Bewegung ist es hier ähnlich. Durch zu wenig trinken, erschlafft die Blasenmuskulatur (Muskulaturabbau), weil sie ja nichts mehr zu tun hat. Das Fassungsvermögen der Blase sinkt ab, das bedeutet, dass der Harndrang nun noch eher einsetzt (Jo-Jo-Effekt) und aufgrund der wenigen Flüssigkeit ist der Harn hochkonzentriert (also nicht genug verdünnt) und kann somit den Blasenwandmuskel zusätzlich reizen.

Aus diesem Grund ist die 1.Therapiemassnahme: TRINKEN

Aufgrund einer Fehlstellung des 3. Lendenwirbels kann es zu Blasenproblemen kommen, aus diesem Grund ist auch der Rücken in die Anamnese und die Behandlung einzubeziehen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin geht man davon aus, dass Menschen mit einer Reizblase eine schwache YANG-Energie haben. Dies wird unter anderem damit begründet, weil sich die  Beschwerden der Reizblase zum Beispiel durch Unterkühlung und kalte Füsse verschlimmern oder auch durch psychischen Stress. In der Schulmedizin kennt man keine Ursache für die Reizblase.

Einer YANG-Schwäche kann man mit einer Akupunkturbehandlung begegnen. Man wählt Akupunkturpunkte, welche u.a. die Blasenfunktion, Blasen- und Nierenenergie stärken und die Energie wieder tonisieren. Aber auch Punkte, welche entspannend und beruhigend auf die Psyche wirken.

 

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