Fallbeispiele aus meiner Hypnosepraxis
Jede Hypnose ist so individuell wie der Mensch, der zu mir kommt.
Die folgenden Beispiele stammen aus meiner Praxis und geben dir einen Einblick in unterschiedliche Anliegen, hypnotische Vorgehensweisen und persönliche Verläufe. Manche Veränderungen zeigten sich schnell, andere entwickelten sich erst mit der Zeit – und manchmal führte der Weg während der Hypnose in eine ganz andere Richtung als zunächst erwartet.
Die Beispiele zeigen individuelle Erfahrungen einzelner Klientinnen und Klienten.
Sie sind nicht auf andere Menschen übertragbar und stellen keine Aussage darüber dar, welchen Verlauf oder welches Ergebnis eine Behandlung im Einzelfall haben kann.
„Plötzlich hatte ich wieder Lust, am Leben teilzunehmen“
Eine junge Frau kam zu mir, nachdem sie bereits seit etwa elf Monaten psychotherapeutisch behandelt wurde. Sie berichtete, dass sie bisher kaum eine Veränderung wahrgenommen hatte, und wollte zusätzlich ausprobieren, welche Erfahrung sie mit Hypnose machen würde.
In der Sitzung arbeitete ich mit dem Simpson Protocol. Während der etwa zweieinhalbstündigen Hypnose bezogen wir unterschiedliche Stationen ihres Lebens und die damit verbundenen inneren Reaktionen in den Prozess ein. Zum Abschluss arbeitete ich mit positiven Suggestionen.
Nach der Sitzung hörte ich zunächst nichts mehr von ihr. Erst ungefähr vier Monate später meldete sie sich wieder – und ihre Rückmeldung hat mich selbst sehr berührt.
Sie erzählte, dass sie etwa vier Wochen nach der Hypnose begonnen habe, Veränderungen wahrzunehmen. Sie bekam wieder Lust, Freunde zu treffen, nach draußen zu gehen und sich um ihre Wohnung zu kümmern. Besonders gefreut hatte sie sich darüber, dass sie inzwischen wieder eine Arbeitsstelle hatte, nachdem sie ihre vorherige aufgrund ihrer Depression aufgegeben hatte.
Das war der individuelle Verlauf dieser Klientin. Gerade weil ihre Veränderung nicht unmittelbar nach der Sitzung eintrat, sondern sich erst in den folgenden Wochen entwickelte, ist mir dieser Fall besonders in Erinnerung geblieben.
„Ich kann einfach nichts auf dem Teller liegen lassen“
Übergewicht · Essverhalten · Hypnoanalyse
Ein 20-jähriger Mann kam mit etwa 30 Kilogramm Übergewicht zu mir. Er erzählte, dass er überwiegend Fast Food, Pizza, Sandwiches, Nudeln und Pommes aß – häufig noch bis spät in die Nacht.
Obwohl er selbst wusste, dass er zu viel aß, fiel es ihm schwer, sein Verhalten zu verändern. Ein deutliches Sättigungsgefühl nahm er kaum wahr, und Essen auf dem Teller liegen zu lassen war für ihn fast unmöglich. Sein Wunsch war sehr konkret: selbst kochen, weniger essen und sich beim Essen mehr Zeit nehmen.
Während der Hypnose führte der Prozess zurück in seine ersten Lebenswochen. Er war als Frühgeborenes zur Welt gekommen, und in dieser frühen Lebensphase hatte sich vieles um Trinken, Ernährung und die notwendige Gewichtszunahme gedreht.
In der Hypnose zeigte sich für ihn eine Verbindung zwischen diesen sehr frühen Erfahrungen und seinem späteren Umgang mit Essen. Wir arbeiteten mit diesem inneren Zusammenhang weiter und bezogen anschließend seine gewünschten Veränderungen – langsamer essen, Mengen besser wahrnehmen und selbst kochen – in die hypnotische Arbeit ein.
Dieser Fall ist mir besonders in Erinnerung geblieben, weil er sehr anschaulich gezeigt hat, wie weit eine hypnotische Arbeit manchmal zurückführen kann und welche unerwarteten Zusammenhänge dabei entstehen können.
„Was hat eine Panikattacke auf der Autobahn mit einem Kinderwagen zu tun?“
Angst & Panik · Regression
Ein etwa 40-jähriger Mann kam zu mir, nachdem er völlig unerwartet auf der Autobahn eine Panikattacke erlebt hatte. Bis dahin kannte er weder Ängste noch Panikattacken und konnte sich nicht erklären, warum diese Reaktion plötzlich aufgetreten war.
In der Regression führte ihn sein inneres Erleben weit zurück. Er nahm sich als Baby in einem Kinderwagen wahr. Es war Winter, er stand draußen und ihm war kalt. Er begann zu weinen – doch zunächst kam niemand. In dieser Situation erlebte er eine starke Angst davor, allein zu sein. Erst später kam seine Großmutter und holte ihn hinein.
Auf den ersten Blick hatte diese Szene überhaupt nichts mit einer Autobahn oder dem Autofahren zu tun.
Doch im weiteren Verlauf ergab sich für ihn ein Zusammenhang: Kurz bevor er ins Auto gestiegen war, hatte sich seine Partnerin von ihm getrennt. Das Gefühl des Verlassenwerdens und die Angst vor dem Alleinsein waren plötzlich wieder da.
Die Panikattacke war damit in seinem hypnotischen Erleben nicht mit dem Autofahren verbunden. Die Situation auf der Autobahn war der Moment, in dem die Angst auftrat – das emotionale Thema, das sich in der Regression zeigte, war ein ganz anderes.
„Ich will wirklich aufhören zu spielen“
Problematisches Glücksspiel · Hypnose/Regression
Ein junger Mann kam zu mir, weil er nach vielen Jahren mit dem Spielen aufhören wollte. Im Vorgespräch wurde sehr deutlich, wie sehr ihn sein Spielverhalten inzwischen belastete – und vor allem, dass der Wunsch nach Veränderung tatsächlich von ihm selbst kam.
Er hatte bereits seine Kreditkarten an Freunde gegeben, um seinen Zugang zu Geld einzuschränken. Einen Tag vor unserer Hypnosesitzung ließ er sich außerdem bei den Casinos sperren, bei denen dies möglich war.
Für mich waren diese Schritte wichtig: Er wollte nicht einfach ausprobieren, ob Hypnose etwas für ihn erledigen könnte. Er selbst hatte bereits begonnen, Verantwortung für seine Veränderung zu übernehmen.
Sein Wunsch für die Hypnose war, dass es ihm leichter fallen sollte, nicht mehr ins Casino zu gehen und in belastenden Situationen nicht wieder in sein bisheriges Spielverhalten zurückzufallen.
Während der regressiven Arbeit führte ihn sein inneres Erleben weit in seine Kindheit zurück. Die konkreten persönlichen Situationen möchte ich zum Schutz seiner Privatsphäre nicht beschreiben. Im Mittelpunkt standen jedoch Gefühle und innere Botschaften wie „Mich nimmt keiner wahr“ und „Ich stehe allein da“.
Mit diesen Themen arbeiteten wir während der Hypnose weiter.
Eine zweite Sitzung fand nicht mehr statt. Der Klient berichtete mir anschließend, seit dieser Hypnose kein Casino mehr betreten zu haben.
Dieser Verlauf ist seine persönliche Erfahrung. Seine eigene Entscheidung aufzuhören und die konkreten Schritte, die er bereits vor der Hypnose unternommen hatte, waren dabei ein wichtiger Teil seines Veränderungsprozesses.
„Manchmal führt ein anderer Weg zum Ziel“
Gewichtsreduktion · Suggestionshypnose
Eine 30-jährige Frau kam wegen ihres Gewichts zu mir. Sie bewegte sich bereits viel, gleichzeitig war ihre Ernährung sehr einseitig – Obst und Gemüse gehörten beispielsweise überhaupt nicht zu ihrem Speiseplan.
Über einen Zeitraum von etwa neun Monaten nahm sie insgesamt sieben Hypnosesitzungen bei mir wahr.
Zunächst versuchte ich, regressiv mit ihr zu arbeiten. Doch dabei zeigte sich immer wieder ein deutlicher innerer Widerstand: Der hypnotische Prozess führte nicht zu früheren Situationen oder Zusammenhängen, mit denen wir sinnvoll weiterarbeiten konnten.
Also änderten wir die Vorgehensweise.
Statt weiter nach einer möglichen Ursache zu suchen, arbeiteten wir zunehmend mit Suggestionen und ihren konkreten Veränderungswünschen. Dazu gehörten kleinere Portionen, langsamer und bewusster zu essen, ihr Essverhalten zu verändern und auch in anderen Situationen häufiger Nein sagen zu können.
Im Laufe der gemeinsamen Arbeit berichtete sie von Rückschlägen, aber auch von zunehmenden Veränderungen. Von Termin zu Termin nahm ihr Gewicht weiter ab.
An unseren letzten Termin erinnere ich mich noch gut: Sie kam in neuer Kleidung in meine Praxis und war sichtbar stolz auf das, was sie erreicht hatte. Und ich habe mich mit ihr gefreut – auch darüber, dass sie trotz zwischenzeitlicher Rückschläge drangeblieben war.
„Frau Krönert, was haben Sie nur mit mir gemacht? Ich koche selbst!“
Essverhalten · Regression & Suggestion
Eine 48-jährige Frau kam zu mir, weil sie gern abnehmen wollte. Einige Jahre zuvor hatte sie bereits erfolgreich Gewicht verloren, inzwischen nahm sie jedoch wieder zu.
Sie beschrieb ihren Umgang mit Essen selbst als ein ständiges „Engelchen und Teufelchen auf der Schulter“. Sie kochte nicht gern, griff häufig zu Fertig- und Mikrowellengerichten und aß besonders gern Kekse und Kuchen.
Auffällig für sie war, dass die Gewichtszunahme begonnen hatte, nachdem sie ihren bisherigen Arbeitsplatz aufgeben und in eine andere Abteilung wechseln musste.
Während der regressiven Arbeit entstand eine Szene aus ihrer Kindheit. Sie erlebte sich im Alter von etwa fünf Jahren in der Werkstatt ihres Vaters. Nachdem sie dort etwas angefasst hatte, reagierte ihr Vater verärgert und beschimpfte sie. Sie lief erschrocken zu ihrer Mutter und bekam dort etwas zu essen, um sie zu trösten.
In der Hypnose entstand für sie dabei ein Zusammenhang zwischen Essen, Trost und dem Gefühl „Das tut gut“. Mit diesem inneren Erleben arbeiteten wir weiter.
Zusätzlich bezogen wir die Veränderungswünsche, die sie vor der Hypnose formuliert hatte, mit positiven Suggestionen in die Sitzung ein.
Später meldete sie sich bei mir und sagte überrascht:
„Frau Krönert, was haben Sie nur mit mir gemacht? Ich koche selbst!“
Sie berichtete, inzwischen selbst und gerne zu kochen und dadurch auch andere Lebensmittel in ihren Alltag einzubeziehen.
„Nach fünf Sitzungen wollte sie allein weitermachen“
Gewichtsreduktion · Hypnose
Eine 53-jährige Frau kam mit dem Wunsch zu mir, Gewicht zu verlieren. Wie sie das in ihrem Alltag umsetzen sollte, wusste sie allerdings noch nicht so recht.
Zu Hause wurde es nicht unbedingt leichter: Ihr Mann und ihre beiden jugendlichen Söhne wollten abends bekocht werden – am liebsten mit Pasta und Aufläufen. Sie selbst hatte häufig das Gefühl, nicht richtig satt zu werden, aß sehr schnell und konnte nur schwer etwas auf dem Teller liegen lassen. Gleichzeitig brachte ihr Büroalltag wenig Bewegung mit sich.
Ursprünglich hatten wir sechs Hypnosesitzungen geplant. Während unserer gemeinsamen Arbeit setzte sie sich sehr konsequent mit ihrem Essverhalten und ihren Gewohnheiten auseinander.
Nach der fünften Sitzung sagte sie, dass sie sich zutraue, ihren Weg von nun an allein weiterzugehen. Eine sechste Sitzung war deshalb nicht mehr notwendig.
Etwa ein halbes Jahr später bekam ich eine Rückmeldung von ihr: Sie hatte 20 Kilogramm abgenommen und war sehr glücklich mit ihrer Entwicklung.
Was mir an diesem Fall besonders in Erinnerung geblieben ist, war ihre Konsequenz. Sie hatte die Veränderungen zunehmend selbst in ihren Alltag übernommen und ihren Weg nach unseren fünf Sitzungen eigenständig fortgesetzt.
„Ich dachte immer, meine erste Zigarette hätte ich mit 15 geraucht“
Rauchentwöhnung · Regression
Eine 45-jährige Frau kam gemeinsam mit ihrer Nachbarin zu mir, um sich zunächst darüber zu informieren, wie eine Rauchentwöhnung mit Hypnose abläuft. Nach unserem Gespräch wollten beide erst einmal eine Nacht darüber schlafen.
Am nächsten Tag meldete sich die Klientin und vereinbarte die vorgesehenen Termine. Ihre Nachbarin entschied sich zunächst dagegen.
Vor der ersten Hypnose fragte ich noch einmal ganz bewusst: „Möchtest du wirklich mit dem Rauchen aufhören?“Ihre Antwort war ein eindeutiges Ja.
Sie rauchte ungefähr eine halbe Schachtel täglich. Besonders eng war das Rauchen für sie mit Geselligkeit, Stress und Alkohol verbunden – und mit einem Gefühl von Wohlbefinden.
Da sie angegeben hatte, mit etwa 15 Jahren angefangen zu haben, sollte die Regression zunächst in diese Zeit führen. Doch während der Hypnose entstand überraschend eine wesentlich frühere Szene: Sie erlebte sich im Alter von etwa acht Jahren auf einem Balkon und beschrieb, dort heimlich eine Zigarette ausprobiert zu haben – aus Neugier darauf, was die Erwachsenen machten.
Vor der Hypnose hatte sie keine bewusste Erinnerung an diese Situation. Für sie selbst bekam das Erlebte während der Sitzung eine besondere Bedeutung und eröffnete einen neuen Blick auf ihre Rauchgeschichte.
Eine Woche später kam sie zur zweiten Sitzung und berichtete sehr glücklich, seit der ersten Hypnose keine Zigarette mehr geraucht zu haben. Der Verzicht sei ihr dabei nicht besonders schwergefallen.
Den ursprünglich vorgesehenen dritten Termin nahm sie nicht mehr wahr, weil sie für sich keinen weiteren Bedarf sah.
„Ich fliege immer noch nicht gern – aber ich kann wieder fliegen“
Flugangst · mentale Vorbereitung in Hypnose
Eine etwa 40-jährige Frau kam mit ausgeprägter Flugangst zu mir. In zwei Wochen stand ein längerer Flug bevor, und sie konnte sich kaum vorstellen, wie sie diesen bewältigen sollte.
Der Urlaub war ihr jedoch wichtig. Gleichzeitig belastete sie, dass ihre Angst immer wieder Auswirkungen auf gemeinsame Pläne mit ihrer Familie hatte.
Da bis zur Reise nur noch Zeit für eine Sitzung blieb, entschieden wir uns diesmal gegen eine regressive Arbeit. Stattdessen gingen wir in Hypnose die bevorstehende Reise Schritt für Schritt durch: vom Kofferpacken zu Hause über den Weg zum Flughafen, das Einchecken und Einsteigen bis zum Flug selbst und schließlich zur Ankunft am Urlaubsort.
Sie erlebte die einzelnen Situationen in ihrer Vorstellung möglichst konkret und konnte sich dabei immer wieder mit einem ruhigeren und sicheren Umgang mit der jeweiligen Situation auseinandersetzen.
Nach ihrem Urlaub meldete sie sich bei mir. Sie hatte den langen Flug bewältigt und berichtete, dafür keine zusätzlichen Medikamente benötigt zu haben.
Ihre Rückmeldung brachte das Ergebnis für mich sehr schön auf den Punkt:
„Ich fliege zwar immer noch nicht gern, aber diese extreme Angst, dass ich gar nicht mehr fliege, ist weg.“
„Es hatte schon geklappt – und dann fing ich auf der Arbeit wieder an“
Rauchentwöhnung · Rückschläge
Ein 38-jähriger Mann kam zunächst auf Wunsch seiner Freundin zu mir. Das machte mich im Vorgespräch aufmerksam, denn für eine Rauchentwöhnung ist mir wichtig, dass der Wunsch tatsächlich vom Klienten selbst kommt.
Auf meine Frage, ob er selbst mit dem Rauchen aufhören wolle, antwortete er eindeutig mit Ja. Er wollte sich wohler und energiegeladener fühlen, und auch die finanziellen Kosten des Rauchens spielten für ihn eine Rolle.
Besonders viel rauchte er bei der Arbeit. Seine Kollegen rauchten ebenfalls und die gemeinsamen Rauchpausen gehörten für ihn ganz selbstverständlich zum Arbeitsalltag. Gleichzeitig wusste er aus der jährlichen Fastenzeit seines Glaubens, dass er durchaus längere Zeit ohne Zigaretten auskommen konnte – und dass er sich dann sogar wohler fühlte.
Während der ersten Hypnose arbeiteten wir unter anderem regressiv. Obwohl er seine erste Zigarette bewusst dem Alter von etwa 13 Jahren zugeordnet hatte, entstand während der Hypnose eine frühere Szene: Er erlebte sich mit etwa neun Jahren gemeinsam mit seinem älteren Bruder beim Rauchen. Damals fühlte es sich für ihn „cool“ an.
Eine Woche später berichtete er mir bei unserem zweiten Termin, dass er einmal wieder geraucht hatte. Darüber ärgerte er sich sehr. Wir griffen genau diesen Rückschlag in der nächsten Hypnose auf und arbeiteten anschließend weiter an seinem Wunsch, rauchfrei zu bleiben.
Nach den zunächst vereinbarten Sitzungen rauchte er nicht mehr. Er sagte allerdings auch ganz offen, dass es ihm noch schwerfiel – war aber überzeugt davon, dass er es schaffen würde.
Etwa drei Monate später meldete er sich erneut. Seit ungefähr zwei Wochen rauchte er bei der Arbeit wieder. Gerade in den gemeinsamen Situationen mit seinen rauchenden Kollegen fiel es ihm schwer, bei seiner Entscheidung zu bleiben.
Wir vereinbarten deshalb eine weitere Hypnosesitzung und konzentrierten uns gezielt auf diese Situationen und den empfundenen sozialen Druck.
Etwa ein Jahr später begegnete ich ihm zufällig auf einer Feier. Er berichtete mir, dass er weiterhin nicht mehr rauchte.
„Am liebsten würde ich einfach weglaufen“
Unsicherheit bei Vorträgen · Regression
Ein knapp 40-jähriger Mann in einer Führungsposition kam zu mir, weil ihm Situationen, in denen er vor anderen sprechen musste, große Schwierigkeiten bereiteten.
Obwohl solche Aufgaben zu seinem beruflichen Alltag gehörten, entstand dabei immer wieder derselbe Impuls: am liebsten weglaufen. Er beschrieb sein Erleben mit den Worten: „Ich fühle mich blamiert, lächerlich und überfordert.“
Während der regressiven Hypnose entstanden zunächst Situationen aus seiner Schulzeit. Mit etwa 15 Jahren erlebte er eine Situation, in der er etwas nicht konnte und sich ausgeschlossen, blamiert und dumm fühlte.
Doch das Gefühl kam ihm bereits aus einer früheren Zeit bekannt vor.
Die nächste Szene führte ihn in sein zwölftes Lebensjahr. Ein Lehrer gab eine nicht besonders gut ausgefallene Arbeit zurück und verkündete das Ergebnis vor der Klasse. Die anderen Schüler lachten. Wieder waren da dieselben Gefühle: blamiert, lächerlich und überfordert.
Auch hier zeigte sich während der Hypnose, dass dieses Erleben für ihn noch weiter zurückreichte.
Schließlich entstand eine Szene aus seinem sechsten Lebensjahr. Seine Mutter wollte am Wochenende zum Sport gehen und er sollte auf seine zweijährige, schlafende Schwester aufpassen. Sein Vater war zwar zu Hause, aufgrund seines Zustandes für ihn in dieser Situation jedoch keine verlässliche Unterstützung.
Der Junge hatte große Angst davor, dass seine Schwester aufwachen könnte und er nicht wissen würde, was zu tun ist. Er fühlte sich angespannt und überfordert, sein Herz klopfte – und er wollte am liebsten einfach weglaufen.
Genau dieser Impuls war ihm aus seinen späteren Situationen so vertraut.
Mit dem Erleben dieser Situation arbeiteten wir während der Hypnose weiter und bezogen dabei auch seine heutige Lebenssituation und seine vorhandenen Möglichkeiten und Ressourcen ein.
Für dieses Anliegen nahm er anschließend keine weitere Hypnosesitzung in Anspruch.
„Warum fühlt sich Schottland für mich wie Zuhause an?“
Reinkarnationshypnose · Rückführung
Eine Klientin erzählte mir von einer ungewöhnlich starken Verbundenheit mit Schottland. Sie fühlte sich von dem Land und bestimmten kulturellen Dingen angezogen, obwohl sie selbst noch nie dort gewesen war. Sogar für ihren Sohn hatte sie einen schottischen Namen gewählt.
Sie konnte sich diese besondere Affinität nicht erklären und wollte dieser Frage in einer Reinkarnationshypnose nachgehen.
Während der Rückführung entstanden Bilder, Gefühle und Eindrücke, die sie selbst einem früheren Leben in Schottland zuordnete. Für sie fühlte sich das Erlebte sehr intensiv und stimmig an und gab ihrer langjährigen Verbundenheit mit diesem Land eine persönliche Bedeutung.
Einige Zeit später reiste sie zum ersten Mal tatsächlich nach Schottland. Ihre Rückmeldung dazu ist mir bis heute in Erinnerung geblieben: Als sie dort ankam, hatte sie das Gefühl, „angekommen“ und „zu Hause“ zu sein.
Ob Erlebnisse während einer Reinkarnationshypnose tatsächlich Erinnerungen an ein früheres Leben darstellen, lässt sich nicht objektiv feststellen. Für diese Klientin war jedoch das, was sie während ihrer Rückführung erlebte, eine sehr eindrückliche und persönliche Erfahrung.
„Mein Unterbewusstsein freut sich, dass es endlich mal erhört wird“
Hypnose erleben · Zugang zu Gefühlen
Ein etwa 40-jähriger Informatiker kam zu mir, weil er Hypnose einmal ausprobieren wollte. Er beschrieb sich selbst als sehr rationalen Menschen und stand dem Thema eher skeptisch gegenüber.
Sein Wunsch war weniger die Bearbeitung eines konkreten Problems. Vielmehr wollte er erleben, ob es ihm gelingen könnte, einmal nicht alles ausschließlich über den Verstand zu betrachten, sondern auch einen anderen Zugang zu seinem inneren Erleben zu finden.
Nachdem ich ihn in die Hypnose begleitet hatte und wir mit der Kommunikation mit seinem Unterbewusstsein begannen, fing er plötzlich an zu lachen.
Ich fragte ihn, was gerade passiert sei. Seine Antwort ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben:
„Mein Unterbewusstsein freut sich so sehr, dass es endlich mal erhört wird.“
Für mich war das einer dieser besonderen Momente in einer Hypnose. Das ursprüngliche Ziel – einmal weniger rational zu denken und dem eigenen emotionalen Erleben mehr Raum zu geben – hatte für ihn damit bereits eine ganz eigene Form angenommen.
„Was kann ich tun, wenn diese Gedanken wiederkommen?“
Kinderhypnose · Arbeit mit Ressourcen
Ein zehnjähriger Junge kam zu mir, weil ihn immer wieder Gedanken beschäftigten, die ihm selbst Angst machten. Er fürchtete, etwas Schlimmes tun zu können, obwohl er das gar nicht wollte.
In der Hypnose suchten wir nicht danach, gegen diese Gedanken anzukämpfen. Stattdessen arbeiteten wir mit einer persönlichen Ressource, die für ihn mit etwas verbunden war, das ihm viel Freude machte.
Diese Ressource lernte er für sich zu aktivieren und mit einem anderen inneren Erleben zu verbinden.
Später bekam ich die Rückmeldung, dass die belastenden Gedanken zwar gelegentlich noch auftauchten, aber nicht mehr lange bei ihm blieben. Wenn er sie bemerkte, konnte er seine Ressource selbst einsetzen und seine Aufmerksamkeit wieder verändern.
„Ich habe noch nie die Vögel so zwitschern gehört“
Erschöpfung & innere Unruhe · Simpson Protocol
Eine 37-jährige Frau kam auf Empfehlung einer Freundin zu mir, die zuvor selbst eine Hypnose bei mir erlebt hatte.
Im Vorgespräch erzählte sie von zunehmender Erschöpfung und starken inneren Belastungen. Sie fühlte sich kaum noch ausgeruht, schlief zeitweise schlecht und beschrieb, dass sie sich selbst kaum noch spüren könne. Hinzu kamen Angstgedanken, insbesondere die Sorge zu versagen, und das ständige Bedürfnis, sich für alles entschuldigen zu müssen.
Zu Beginn der Hypnose bat ich sie, ihre momentane innere Wahrnehmung zu beschreiben. Angst und Einsamkeit empfand sie zu diesem Zeitpunkt auf einer Skala von 1 bis 10 mit einer 9.
Für die weitere hypnotische Arbeit verwendete ich das Simpson Protocol. Die Sitzung dauerte etwa zwei Stunden. Unmittelbar danach fühlte sie sich nach eigenen Worten zwar „erledigt“, gleichzeitig aber gut.
Bereits zehn Tage später rief sie mich an und berichtete von einer für sie sehr deutlichen Veränderung. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir ihre Worte:
„Ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals so eine Ruhe hinter der Stirn hatte. Und ich habe noch nie die Vögel so zwitschern gehört.“
Sie beschrieb die Hypnose für sich als eine außergewöhnliche Erfahrung.
Und am Ende unseres Telefonats sagte sie noch etwas, das mich schmunzeln ließ: Ihr Freund wolle jetzt ebenfalls einen Termin bei mir vereinbaren.
Jede Geschichte ist anders.
Vielleicht hast du dich in einem der Beispiele wiedergefunden – vielleicht ist dein Anliegen aber auch ein ganz anderes. Im Erstgespräch können wir gemeinsam schauen, welcher Weg für dich passend sein könnte.
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